„Manege frei! Das Spiel beginnt!“

verkündet der Zirkusdirektor zu Beginn der Vorstellung.

Jeweils vier Tage hatten die Kinder vorher Zeit eine eigene Zirkusvorstellung auf die Beine zu stellen und sie freitags Eltern, Geschwistern und Freunden vorzuführen.

Die beiden Wochen liefen im Rahmen eines integrativen Projekts, welches durch das Landesjugendamt Rheinland gefördert wurde.

Hilfe bekamen sie unter anderem von zwei Referenten. Uschi erarbeitete mit den kleinen Artisten Akrobatik-Einlagen und Seiltanz. Lutz studierte Clownsnummern ein und übte Jonglage. Mit Maili, Heiko und Fabian wurden unter anderem Plakate gestaltet und die Dekoration gebastelt. Nadja wuselte als Karla Kolumna mit Fotoapparat und Videokamera herum. Wie beim echten Zirkus gehörten auch unsere kleinen Künstler verschiedensten Kulturen an, wodurch der Name „Zirkus Kunterbunte Pänz“, unter dem die beiden Workshops liefen, auch Programm war. Das spiegelte sich auch im Essen wider. Das Angebot des Essens ist täglich auf ein anderes Herkunftsland der Teilnehmer eingegangen. So erfreute uns unser Koch Lukas mittags zum Beispiel mit Suppe und Fladenbrot, Pasta mit rosa Soße oder einem Halloweentopf mit Kürbis. Nach dem Mittagessen ging es meistens auf den Spielplatz zum Toben und Spielen, um sich danach wieder voll konzentriert den Zirkusnummern zu widmen. Zwischendurch war auch noch Zeit, um Zirkusgeschichten von berühmten Artisten aus aller Welt zu hören. Zum Beispiel lernten die Kinder den Jongleur Enrico Rastelli kennen, der mit der Jonglage von 10 Bällen in der ganzen Welt gefeiert wurde. Am Freitagnachmittag durften die jungen Akrobaten dann die Früchte ihrer Arbeit in einer kleinen Vorstellung Familie und Freunden zeigen. Dafür wurden sie dann auch mit tosendem Applaus belohnt.